Wir - Erfolg braucht vielfalt




Berufsfrühorientierung in M-V:  

Schülerfirmen in der Hauptschule 2006
(Regionale Schule / Verbundene Haupt- und Realschule)






Die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben M-V bietet als Berufsfrühförderung Schülerfirmen an, um

1. SchülerInnen zu zeigen, dass sie sich auf dem Arbeitsmarkt nicht nur auf ausgeschriebene Stellen bewerben können, sondern dass es durchaus auch die Möglichkeit gibt, als Anbieter (Arbeitgeber) zu erscheinen.

2.

SchülerInnen für ein Jahr lang die Möglichkeit zu geben, eine eigene Firma mit aufzubauen. Dazu gehören alle nötigen Schritte: von der Geschäftsidee, innerbetriebliche Arbeitsteilung, Kontakte zu Geschäftspartner, Aufträge besorgen, Gewinn- und Verlustrechnungen erstellen und mit Erfolgen und Misserfolgen umgehen zu lernen.

Arbeit und Leben bietet dieses Programm speziell für HauptschülerInnen an, weil deren Perspektive normalerweise darin besteht, zunächst einen Schulabschluß zu erhalten und danach in den frustrierenden Prozess von Bewerbungen für eine Lehrstelle bzw. einer befristeten Zwischenlösung zu geraten. Es kann durchaus sein, dass die Bescheinigung erfolgreich in einer Schülerfirma mitgewirkt zu haben, auf diesem Weg hilfreich ist. Aber das können wir nicht beeinflussen. Das wichtigere Argument für die Teilnahme an einer Schülerfirma ist, das wirkliche Leben einmal aus einer anderen Perspektive erleben zu können. Das heißt nicht Bittsteller zu sein und mit der Angst zu leben, abgelehnt zu werden, sondern das Gefühl, die eigene Laufbahn selbst beeinflussen zu können.

Unsere Erfahrungen mit Schülerfirmen im Hauptschulbereich haben uns in den letzten Jahren gezeigt, dass die Entwicklung und Umsetzung eigener Geschäftsideen kaum gelingt. Daher ist es ratsam, von vornherein Strukturen vorzugeben, die von den SchülerInnen verstanden werden und in denen sie sich wiederfinden können.

Unser Konzept sieht es vor, in Seminarform wirtschaftliche Grundlagen zu vermitteln (Volkswirtschaft, Arbeitsrecht, Verträge, ...), parallel dazu wird ein erprobtes Geschäftsmodell für eine Schülerfirma vorgestellt, dass von den SchülerInnen übernommen werden kann.
Besonderer Wert wird auch auf die gruppendynamischen Prozesse und auf unterschiedliche Sichtweisen von Jungs und Mädchen gelegt. Dabei kann geübt werden, Verantwortung zu übernehmen, andere zu kritisieren oder zum Handeln aufzufordern. Es kann gelernt werden, seinen Platz in einem System zu finden und sich zu entwickeln.

Als Geschäftsmodelle für unsere Schülerfirmen gehen wir speziell auf die Möglichkeiten des ländlichen Raums ein. Zum Beispiel kann sich eine Schülerfirma mit den im Überfluß vorhandenen Äpfeln beschäftigen. Ernte, Lagerung, Weiterverarbeitung, Vermarktung, auf eigene Rechnung oder in Kooperation mit der Wirtschaft, das alles ist ein überschaubares und lehrreiches Einsatzgebiet und für die SchülerInnen ist mindestens eine Aufbesserung des Taschengeldes möglich.

Verantwortlich vor Ort: Eckhard Gorontzi
Telefon: 039853 / 3068
E-mail: gorontzi@hotmail.com

Projektförderung durch: 

 

 
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