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Einladung zum Seminar vom

17. bis 22. Juli 2008

im Grundtvig-Haus
Seestraße 3

Sassnitz – Rügen

 

Mit dem Seminar Beruf: Komödiantin wird die Seminarreihe, die im November 2001 mit dem Thema „Eure Geschichte – Unsere Geschichte, Ost- und West-Frauengeschichte(n)“ fortgesetzt.
Mit der soziologischen und historischen Betrachtung (mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert) einer bestimmten Berufsgruppe, Schauspielerinnen, werden allgemeinere Problemstellungen thematisiert: wie Frauenarbeit, Frauenemanzipation, Frauenrechte, Widerstand, Protest, Provokation,  soziale Lage von Frauen, die gesellschaftliche Stellung von Frauen sowie die Lust an der Kunst. Diese Fragestellungen werden sowohl in Vorträgen und Diskussionen als auch im Gespräch in kleineren Gruppen bearbeitet. Entsprechend der Spezifik der Seminarreihe kommt es vor allem darauf an, die historisch-politische Bildung mit dem persönlichen Gedankenaustausch zu verbinden sowie das Kunstgenre Film sinnvoll einzubeziehen. Mit dieser Sachorientierung werden die bewährten Struktureinheiten verknüpft

Ost-West-Gespräche
Frauen als Zielgruppe
Verbindung von Geschichte und Gegenwart
Biographische Inhalte

Die Seminarkonzeption bietet für die Teilnehmerinnen nicht nur die Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse zum gewählten Thema, sondern fordert die eigene Kreativität der Frauen heraus, provoziert Rückschlüsse zum eigenen Leben und versetzt sie in die Lage, ihren Erkenntnisgewinn phantasievoll im Plenum zu präsentieren.

Beruf: Komödiantin

Donnerstag, 17. Juli

Anreise bis 15.00 Uhr
15.00 Uhr Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmerinnen, Besprechung des Programmablaufs
16.00 Uhr

Kaffeepause

16.15 Uhr Spielen Frauen eine Rolle? Eine Einführung
17.00 Uhr Frauenarbeit in der Industrie – die Film-Branche [Vortrag und Diskussion]
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr Einführung in den Film „Die Schauspielerin“ Anschl. Film und Diskussion          
   
Freitag, 18. Juli
8.00 Uhr Frühstück
9.00 Uhr Komödiantinnen in West und Ost – oder: Wie prägen die politischen Verhältnisse das Schauspielerleben?
Hannelore Elsner (geb. 1942)
Angelica Domröse (geb. 1941)
Annekathrin Bürger (geb. 1937)
[Vortrag und Diskussion]
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Fortsetzung
12.30 Uhr Mittagessen
15.00 Uhr Die Komödiantin und das Publikum Botschaft und Wirkung als immanentes Ziel?
[Ein Gespräch]
16.30 Uhr

Kaffeepause

17.00 Uhr Das Komische liegt mir im Blut – meine Urgroßmutter war Komödiantin.
Vortrag und Diskussion
18.30 Uhr Abendessen
20.00 Uhr

Einführung in den Film „Mein letzter Film“
Anschließend Film und Diskussion

   
Samstag, 19. Juli  
8.00 Uhr Frühstück
9.00 Uhr

Frau Wernicke vom Wedding – politisches Kabarett im Exil. Annemarie Hase (1900-1971) – Vortrag und Diskussion

10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Fortsetzung
12.30 Uhr Mittagessen

15.00 Uhr

Diese Zitrone hat noch viel Saft. Die gesellschaftliche Relevanz einer Provokateurin – Lotti Huber (1912-1998) -  Vortrag und Diskussion
16.00 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr

Frauenrollen – Travestie. Sozialgeschichtliche Überlegungen
Vortrag und Diskussion

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr

Einführung in den Film „Affengeil. Eine Reise durch Lottis Leben“
Anschließend Film und Diskussion

   
Sonntag, 20. Juli  
8.00 Uhr Frühstück

9.00 Uhr

Diskussion und Festlegung von Themen für die Arbeit in kleinen Gruppen
Themenvorschläge:

  • Die Frauenfrage als Rechtsfrage – Frauen kämpfen für Freiheit, Recht und Frieden  – Komödiantin und Frauenrechtlerin Anita Augspurg (1857-1943)
  • Ein Beispiel für eine erfolgreiche Emanzipation ? – Oder: Gesunder Menschenverstand und weibliche Intuition treffen auf skurril-chaotische Situation.  Liesl Karlstadt (1892-1960)
  • Jüdisch sein am Theater (1938 – 1950) - Hinter den Kulissen des Theaters, des Cabarets und der Wirklichkeit. Das Musical Lola Blau von Georg Kreisler
  • Komödiantinnen als Vorbilder für die Frauenemanzipation?
  • Kennen Sie die? – zufällige Begegnungen. Befragung in Sassnitz über Schauspielerinnen und Alltag

    12.30 Uhr Mittagessen
    15.00 Uhr

    Fortsetzung der Arbeitsgruppen

    18.30 Uhr Abendessen
    20.00 Uhr

    Einführung in den Film „Edith Piaf“
    Anschl. Film und Diskussion

       
    Montag, 21. Juli  
    8.00 Uhr Frühstück
    9.00 Uhr

    Fortsetzung der Arbeitsgruppen

    12.30 Uhr Mittagessen
    18.30 Uhr Abendessen
       
    Dienstag, 22. Juli  
    9.00 Uhr

    Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen

    12.30 Uhr Mittagessen
    13.30 Uhr

    Zusammenfassung der Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit und Ausblick

    15.00 Uhr Abreise

    Seminarleitung: Dr. Elke Scherstjanoi gemeinsam mit Dr. Brigitte Berlekamp

    Teilnahmebedingungen:

    Anmeldung  bis zum 15. Juni 2008 an
    Arbeit und Leben ….

    Seminargebühren
    Im Seminarbeitrag in Höhe von 220 Euro enthalten:
    Seminarkosten, Übernachtung im Doppelzimmer und Vollverpflegung.
    Eine Unterbringung im Einzelzimmer ist ggf. möglich. Bitte frühzeitig mitteilen. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 10 Euro/Nacht.

    Die Übernachtung erfolgt im Grundtvig-Haus oder in der Pension „Villa Monika“, 18546 Sassnitz

    Bitte überweisen Sie den Seminarbeitrag auf das
    Konto von Arbeit und Leben bei der SEB
    Konto-Nr. 171 224 7600  BLZ 130 101 11

    Literaturempfehlungen:

    1. Komödiantinnen, hrsg. Von Thomas Koebner u. Fabienne Litay, 2006
    2. Thomas Klein: Komödiantinnen im frühen 20. Jahrhundert. Liesl Karlstadt und Adele Sandrock, 1999
    3. Schauspielerinnen. Der theatralische Eintritt der Frau in die Moderne, hrsg. Von Ursula Geitner, 1988
    4. Bruno Adler: Frau Wernicke. Kommentar einer „Volksjenossin“, 1990
    5. Dieter Bachnick: Lotti Huber, 1998
    6. Lotti Huber: Diese Zitrone hat noch viel Saft, 1998
    7. Angelica Domröse: Ich fang’ mich selbst ein. Mein Leben, 2003
    8. Annekathrin Bürger: Der Rest, der bleibt. Erinnerungen an ein unvollkommenes Leben, 2007
     
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