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Arbeit und Leben e.V.
Landesarbeitsgemeinschaft M-V


In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung MV und der Politischen Memoriale Sachsen

Politisch Partizipieren – Visuell Argumentieren -
mit und in den Medien

Seminar vom 16. – 18. 11. 2007 im Tagungshaus „Alte Schule“,
19303 Hohenwoos, Dorfplatz 6


Programm

Zentrale Fragestellungen:

In Zeiten der Mediengesellschaft gelangen politische Botschaften als Medium zentraler Botschaften in den Fokus der Öffentlichkeit. Zumeist werden die lancierten Aussagen über die Verbreitungskanäle der Print- und digitalen Medien transportiert. Dabei nimmt die Bedeutung fotografischer Bilder im politischen Diskurs, ihre semantische Offenheit und Abhängigkeit von Kontexten bzw. Beschriftungen und deren Gefährlichkeit einen bedeutenden Platz in der politisch-medialen Öffentlichkeit ein. Als Mittel zur Identifizierung, aber auch zum Hinterfragen von Wahrheit und Lüge bzw. die Manipulierbarkeit von Bildern, wird der Frage nachgegangen, wie diese das Bildverständnis verändern (lassen).

Um an dieser Öffentlichkeit teilzuhaben, bedarf es einer genauen Analyse und der Festlegung von Kriterien, die den Zugang zu politischen Bildern ermöglichen und somit erst ein Partizipieren am politischen Prozess zu eröffnen.

Der Wechsel von theoretischen Kriterien und praktischen Übungen soll eine Annäherung an das Thema bringen. Dazu gehört auch, den Blick für das eigene Foto zu schärfen. Bereits eine Fotografie kann ohne Bearbeitung in jedweden Dienst einer „politischen Sache“ gestellt werden. In diesem Sinne ist die bildlesende und medientechnische Kompetenz eine Voraussetzung für den Folgeprozess der weiteren Teilhabe. Diese soll in diesem Seminar gestärkt werden.

Die Bedeutung fotografischer und anderer medialer Bilder als Spiegel, vor allem aber als Instrument von Politik werden anhand aktueller Beispiele aus dem politischen Alltag thematisiert und in praktischen Übungen in den Kontext der politischen Bildung gestellt.
So sind politische Kampagnen oder auch Wahlkämpfe von medial personalisierter Werbung geprägt. Die Frage der Unterscheidbarkeit von Botschaften durch Bilder und diese auf ihren Kern hin definieren zu können, kann zur Entlarvung populistisch bis hin zu autoritären Botschaften, Beispiel Rechtsextremismus, beitragen.  Die in diesen Bereichen Aufklärung und Bildungsarbeit leisten, können so zielgenauer als Multiplikator einen Beitrag zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen, als auch einzelner Bürger und Bürgerinnen schaffen. Darüber hinaus ist die Stärkung eigener Argumentationsmuster nur auch dann möglich, wenn der eigene Blick entlarvt und reflexiv auf dessen mögliche Wirkung zurückgeworfen wird.
Vor allem in der Jugendbildung ist ein manchmal unkritischer Duktus der Medienrezipierung erkennbar. Hier dürften die Erkenntnisse des Workshops beitragen, spätere Seminare in diesem Bereich, sei es als Teilziel einzuarbeiten bzw. anzubieten.

Ein weiteres Ziel des Seminars ist es, die Hintergründe politischer Bilder auszuleuchten, mögliche Ansätze als Teil des Partizipierens an politischen Prozessen zu erörtern und deren politischen Kern verhandelbar zu machen. Jedoch ist auch die Unterscheidung zwischen einem naiven und professionellen Bild, und deren Zweckbestimmtheit im Sinne des Partizipierens und Argumentierens ein Anliegen. Somit bekommen die Teilnehmenden ein essentielles, weitreichendes und nachhaltiges Instrument zur politischen Partizipation an die Hand.
Die trägerübergreifende Kooperation und auch länderübergreifende Ausrichtung des Seminars dienen auch der Vernetzung und weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit u.a. im Bereich des Themas „Rechtsextremismus“, aber auch darüber hinaus.

Zielgruppe(n):

An Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen und der mit SchülerInnen und Jugendlichen im Besonderen Interessierte, in der historisch-politischen und in der politischen Bildungsarbeit aktive PädagogInnen. Zudem sind Interessierte angesprochen, die in der Kampagnen- und Medienarbeit neue Ideen suchen, aber auch Anregungen bzw. Kritik für ihr eigenes Wirken erlangen wollen.

Seminarteam: Dipl.Päd. / Dipl.Inform. Steve Geldhauser, Prof. Dr. Matthias Pfüller,

TN-Beitrag: 60,00 €
Die Einladungen erfolgen bundesweit über einen e-mail-Verteiler und Flyer.

Freitag, 16. 11. 2007

Bis 16.00 h    
Anreise, Begrüßung, Zimmerverteilung, Kaffeeangebot
16.00 – 17.00 h  Einführung in  die Thematik (mit Diskussion):
Politische Partizipation durch visuelles Argumentieren –
eine grundsätzliche Klärung (Prof. Dr. Pfüller)
17.00 – 18.00 h Politische Manipulation durch „echte“ und manipulierte Bilder –
Darstellung mit konkreten Bildbeispielen (Dipl. Päd. Geldhauser)
18.00 – 19.30 h  Die neue Dimension des digitalen Fotografierens –
Diskussion mit Rückgriff auf eigene Erfahrungen
(Dipl. Päd. Geldhauser)
19.30 – 20.00 h Abendessen
20.00 – 22.00 h Vorführung des Films „Wag the Dog“ mit Diskussion


Samstag, 17. 11. 2007

08.00 – 09.00 h Frühstück
09.00 – 10.30 h Bildgestaltung und Bildwirkung: Praxis – Analyse – Diskussion
(Dipl.Päd. Geldhauser)
10.30 – 11.00 h Pause
11.00 – 12.00 h Gestaltungselemente: Systematische Vorstellung
(Dipl.Päd. Geldhauser)
12.00 – 13.00 h  Nachfragen aus der Praxis und Diskussion (Dipl.Päd. Geldhauser)
13.00 – 14.00 h Mittagessen/Mittagspause
14.00 – 15.00 h  Impuls: Möglichkeiten einer ersten Umsetzung (Dipl.Päd. Geldhauser)
15.00 – 18.00 h Begleitete Gestaltung eigener Arbeiten
(Prof. Dr. Pfüller / Dipl. Päd. Geldhauser)
18.00 – 19.00 h Vorstellung der Ergebnisse (Prof. Dr. Pfüller)
19.00 – 20.00 h Abendessen/Pause
20.00 – 21.30 h  Auswertung der Vorstellungen (Prof. Dr. Pfüller / Dipl.Päd. Geldhauser)

 

Sonntag, 18. 11. 2007

08.00 – 09.00 h Frühstück
09.00 – 10.30 h  Partizipation durch fotografisches Gestalten – Einführungsdiskussion
mit Vorstellung von Beispielen (Dipl.Päd. Geldhauser)
10.30 – 11.00 h Pause
11.00 – 13.00 h Umsetzung in Entwürfe, Ideen und Konzepte
(Dipl.Päd. Geldhauser, Prof. Pfüller)
13.00 – 13.30 h Mittagessen
13.30 – 14.30 h  Vorstellung der Entwürfe und Konzepte
14.30 – 16.00 h Kritische Analyse der Vorstellungen: Regeln, die zu beachten sind
Ausblick (Prof. Dr. Pfüller); Seminarkritik, anschl. Abreise

 
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