Leben und Arbeiten in Dänemark

Zeitraum: 24.04.2022 - 30.04.2022
Ort: Odense

Das Königreich Dänemark, unser Nachbarland im Norden, ist ein souveräner Staat und eine parlamentarische Monarchie. Zusammen mit den Färöern, die wie das Mutterland geographisch zu Nordeuropa gehören und Grönland, das zu Nordamerika zählt, ist Dänemark ein interkontinentaler Staat.

Dänemark ist eines der zwölf Gründungsmitglieder der 1949 gegründeten NATO und seit dem 1. Januar 1973 Mitglied der Europäischen Union (bzw. ihrer Vorgängerin EWG).

Die einzige Landgrenze hat Dänemark mit Deutschland, genauer mit Schleswig-Holstein. Im früher zu Dänemark gehörenden Landesteil von Schleswig-Holstein, Süd­Schleswig, lebt bis heute eine dänische Minderheit und jenseits der dänischen Grenze lebt eine deutsche Minderheit. Hier ist Deutsch eine anerkannte regionale Minderheitensprache gemäß der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Wie geht jedoch die dänische Regierung mit anderen Minderheiten in ihrem Land um und was ist von der einstmals liberalen Flüchtlingspolitik übriggeblieben?

Wie ist die aktuelle Beschäftigungslage in Dänemark und hat Corona zu weiteren Deregulierungen beigetragen? Dänemark wird von Reformern gerne als gutes Beispiel für einen deregulierten Arbeitsmarkt angeführt – aber warum? Unter dem Motto „Flexicurity“ werden liberale Beschäftigungsregelungen, hohe soziale Absicherung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik miteinander kombiniert. Arbeitslose erhalten eine wesentlich höhere Arbeitslosenunterstützung als in Deutschland.

Der gewerkschaftliche Organisationsgrad ist vergleichsweise hoch (68 % im Jahr 2015). Tarifverhandlungen finden zentralisiert zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften statt. Die Gewerkschaften haben das Recht, zum Boykott gegen Arbeitgeber aufzurufen, die sich nicht an die Tarifregelungen halten.

Nach Jahren des hohen Wirtschaftswachstums hatte sich auch die dänische Wirtschaft infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise in einer Rezession befunden. Im Jahr 2015 wuchs die dänische Wirtschaft dann wieder um 1,1%.

Wie hat sich die ökonomische Situation seit der COVID-19-Pandemie entwickelt?                                     

Die aktuelle Lage wollen wir vor Ort genauer betrachten. Die Teilnehmenden werden die Möglichkeit haben, über das Gewerkschaftssystem sowie das Arbeits- und Sozialsystem Dänemarks zu diskutieren und mit Interessenvertreter*innen von Gewerkschaften und politisch Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Freistellung: BfG M-V, WBG S-H

Seminargebühr: ca. 800,00 € (DZ, Programm, eigene Anreise)

Online-Anmeldung

* Pflichtfelder

Erinnerungskultur: Eine Landschaft und ihre Geschichte

Politik, Landschaft, Literatur und Kunst in Mecklenburg-Vorpommern - dem „Land, das in der Ferne leuchtet"

Politik, Tourismus, Kunst und Literatur existieren in der Gegenwart des Landes meist friedlich nebeneinander. In der Vergangenheit war es fast immer anders: Insbesondere der Nationalsozialismus und die Zeit der DDR haben Spuren hinterlassen, die vor allem in der Literatur nachzulesen bzw. bei genauerem Hinsehen auch in der Gegenwart noch aufzufinden sind. Das Seminar geht diesen Spuren nach und macht dabei immer wieder klar, wie deutlich die Beziehung der Künste zur Politik schon immer war und auch heute weiterhin ist.

Das Seminar reflektiert in drei Hauptteilen der jeweiligen Verklammerung von Land, Politik und Kunst nach und verfolgt sie vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Vorstellungen von literarischen Werken (u.a.Christa Wolf) - teilweise auch mit Lesungen - und von Museen (Fritz-Reuter-Museum), Ateliers (Ernst Barlach) und Bildern werden mit drei Exkursionen verbunden, die an ihren Zielorten die Politik und die Geschichte zusätzlich verdeutlichen, die in der Literatur bereits thematisiert sind. Das wird an ausgewählten Orten mit Fachvorträgen ergänzt, die direkt auf sie bezogen sind.

Die Teilnehmer*innen erhalten einen Einblick in politisch-historische und literarisch-künstlerische Entwicklungen in peripheren und touristischen Regionen, die zur Diskussion von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der bundesdeutschen Gesellschaft von heute und gestern anregen und darüber hinaus Vergleiche zwischen Regionen mit ähnlichem Hintergrund ermöglichen.