Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust đŸ•Żïž
 

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch sowjetische Soldaten befreit. 
Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland ein nationaler Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.
Im Jahr 2005 wurde durch die Vereinten Nationen dieser Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklÀrt.

Wie kann eine verantwortungsvolle Auseinandersetzung mit dem Holocaust heute aussehen?:
Eine ehrliche Auseinandersetzung beginnt u.a. mit dem Bewusstsein dafĂŒr, dass wir in einem postnationalsozialistischen Deutschland mit vielen Formen der Erinnerungs-, Schuld- und Schamabwehr aufwachsen und sozialisiert werden. 
Nahezu tĂ€glich begegnen uns bewusst oder unbewusst antisemitische Äußerungen oder Codes in Sprache und Bildern. In der Folge fĂŒhren diese hĂ€ufig auch zu antisemitischen Gewalttaten und zu Angriffen auf JĂŒdinnen und Juden - ein unertrĂ€glicher Zustand!

Eine ehrliche Auseinandersetzung beginnt daher bei uns selbst, bei jeder* und jedem einzelnen - in Familien und Freundeskreis, in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz.

Gegen JEDEN Antisemitismus:
Gedenken und lebendige Erinnerungskultur brauchen einen klaren Gegenwartsbezug und haben derzeit so große Relevanz wie nie.
Wer es ernst meint, darf daher die Augen nicht verschließen, nicht wegsehen, nicht verharmlosen oder relativieren, wenn jĂŒdisches Leben auch heute wieder massiv bedroht wird, wenn Antisemitismus so allgegenwĂ€rtig ist, wie wir es gerade erleben und wenn die Erinnerungskultur auf unterschiedlichen Wegen massiv attackiert wird.

Gedenken kann nur eine Wirkung entfalten und zur Übernahme von Verantwortung in der Gegenwart und fĂŒr die Zukunft fĂŒhren, wenn Wissen ĂŒber historische ZusammenhĂ€nge und MitgefĂŒhl zusammentreffen.
Deshalb ist eine empathische Lern- und Lehrhaltung ebenso unerlÀsslich wie der klare Widerspruch bei jeder Form von Antisemitismus, von Abwertung und Menschenfeindlichkeit - gerade in der politischen Bildung.
 

2025 - Danke, wir haben's geschafft ;-)

✹ Was fĂŒr ein Jahr 2025!

Trotz aller Sorgen und Herausforderungen konnten wir viele Menschen in und aus M-V mit Angeboten politischer (Weiter)Bildung und Jugendbildung erreichen.
Damit das möglich bleibt – und Teilnahme keine Frage des Geldbeutels ist – brauchen wir „Ermöglichungsstrukturen“: öffentliche Mittel und Menschen, die Bildungs- und BegegnungsrĂ€ume gestalten. ❀
Das Land M-V fördert die Planung und Organisation unserer Angebote im Bereich der Politischen Weiterbildung. Die einzelnen Maßnahmen selbst werden je nach Thema, Teilnehmendenkreis und DurchfĂŒhrungsort von ganz unterschiedlichen UnterstĂŒtzungsstrukturen und durch eine Vielzahl öffentlicher Mittel ko-finanziert.

Viele Menschen tragen dazu bei, dass diese Bildungsmaßnahmen zu Erlebnissen werden, die echte Wirkung entfalten, Menschen stĂ€rken, Demokratie, Vielfalt und gegenseitige WertschĂ€tzung erlebbar machen.

DafĂŒr möchten wir uns bedanken!

👉 In politisch unruhigen Zeiten ist Austausch wichtiger denn je, aber auch das konstruktive und wertschĂ€tzende Streiten miteinander. Lasst uns auch 2026 gemeinsam fĂŒr respektvolles, solidarisches Miteinander sorgen – mit vielen kostbaren Begegnungen und Lerngelegenheiten.
Macht mit! 

Leben und Arbeiten in Europa und der Welt II

Gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten des gesellschaftspolitischen Engagements

Vom 15.-22. November 2025 war es soweit: Was im Mai mit einem Treffen junger Menschen aus Frankreich und M-V in Rostock begann, wurde nun in Montpellier (Frankreich) fortgesetzt. Bei dieser Jugendbegegnung zwischen Auszubildenden im Beruf Conseiller en Economie Sociale & Familiale des Institut RĂ©gional du Travail Social (IRTS) und den SchĂŒler*innen im Beruf der Erzieher*innen der Alexander Schmorell Schule aus der Hansestadt ging es u.a. um einen Vergleich der Sozial- und Ausbildungssysteme zwischen Deutschland und Frankreich. Zentrale Fragen befassten sich dabei insbesondere mit dem Prinzip der SubsidaritĂ€t: welche TrĂ€ger leisten welche Arbeit und welche der Staat? DarĂŒber hinaus kamen aktuelle Themen zur Sprache, die junge Menschen beider LĂ€nder mit Blick auf die derzeitigen politischen Debatten rund um die Finanzierung von Bildung und Sozialsystem (unter dem Eindruck hoher Staatsverschuldung) und den FachkrĂ€ftemangel beschĂ€ftigen.

Gefördert durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)

Partizipation, Teilhabe, Jugendpolitik und Ehrenamt in Europa

Vom 20.-26. Oktober 2025 setzten sich Jugendliche aus Anento (Spanien), von der Insel RĂŒgen und aus der Region Aude (Frankreich) in LĂ©zignan (Frankreich) mit zivilgesellschaftlichem Engagement, Interessen und Interessensformulierung auseinander. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie aus dem ehrenamtlichen Engagement heraus Teilhabekompetenzen entdeckt, weiterentwickelt und gestĂ€rkt werden können. Durch Perspektivwechsel und Dialog wurden die Teilnehmer*innen fĂŒr Demokratie, Pluralismus und institutionelle Verfahren niedrigschwellig sensibilisiert, lernten dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ehrenamtlichem Engagement am Beispiel der Jugendverbandsarbeit in Deutschland und Frankreich kennen. 

Gefördert durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)

Vom Manchesterkapitalismus zum modernen Wirtschaftszentrum

Geschichte, Strukturwandel und Gegenwart einer Stadt im Umbruch

Vom 12.-18. Oktober 2025 ging es im Rahmen einer anerkannten Bildungsfreistellung/eines anerkannten Bildungsurlaubs fĂŒr ein Gruppe von 10 Personen nach Manchester. Diskutiert wurden die vielfĂ€ltigen Transformationsprozesse der Stadt mit Vertreter*innen von Gewerkschaften, aus dem Stadtrat, Abgeordneten, die Manchester in Westminster vertreten und engagierten Menschen aus dem zivilgesellschaftlichen Sektor. Dazu wurden den Teilnehmenden vor Ort u.a. ganz konkrete Aufgaben gestellt, die in kurzer Zeit umgesetzt werden mussten. Was klar wurde: Auch in Manchester wird auf vielfĂ€ltige Weise nach Möglichkeiten gesucht, durch kreative Formate, Vernetzungen und Kooperationen auf die multiplen Krisen der Gegenwart zu reagieren, vor allem aber: GesprĂ€chsrĂ€ume zu schaffen. Unterschiedlichste WandgemĂ€lde in Stadtteil Withington (Withington Walls) sind nicht nur Teil einer Street-Art-Kultur, sondern auch gesellschaftspolitische Interventionen im öffentlichen Raum, einzelne BuchlĂ€den bieten “GesprĂ€chsecken”, die niedrigschwellig zum Meinungsaustausch einladen: Wer sich setzt, wird Teil einer “ausleihbaren” lebendigen Bibliothek. 

Gender@School-RĂŒckblick   

Unser Projekt Gender@School tĂŒftelt stĂ€ndig an neuen Materialien fĂŒr eine klischeefreie Berufliche Orientierung in Mecklenburg-Vorpommern. 

 

In den vergangenen Monaten hat das Projekt folgende Materialien veröffentlicht: 
 

Die Unterrichtseinheit „Ein Schritt nach vorn“: Jugendliche reflektieren ihre StĂ€rken und Interessen und lernen, diese unabhĂ€ngig von Geschlechterklischees fĂŒr ihre berufliche Zukunft zu nutzen.  
 
Zur Unterrichtseinheit: https://www.boje-mv.de/angebote/unterrichtseinheit-ein-schritt-nach-vorn 
 

Die Unterrichtseinheit „SchĂ€tzwert Arbeit“: Die SchĂŒler:innen setzen sich mit dem persönlichen Wert von Arbeit auseinander, erkunden verschiedene Arbeitsformen und hinterfragen, wie Rollenvorstellungen die Verteilung dieser Arbeitsformen prĂ€gen.  
 
Zur Unterrichtseinheit: https://www.boje-mv.de/angebote/unterrichtseinheit-schatzwert-arbeit 
 

Das Plakat „Schule klischeefrei gestalten“: Das Plakat lĂ€dt dazu ein, sich mit Vielfalt, Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung auseinanderzusetzen. Es zeigt lebensnahe Situationen, in denen sich SchĂŒler:innen wiedererkennen können und thematisiert fĂŒnf zentrale Themen:Vorurteile, geschlechtergerechte Sprache, GeschlechtsidentitĂ€t, sexuelle Orientierung und Geschlechterrollen.
 

Und jetzt ganz NEU:  Begleitheft zum Plakat – mit Hintergrundwissen, GesprĂ€chsimpulsen und FĂ€cherbezĂŒgen, um LehrkrĂ€fte dabei zu unterstĂŒtzen, das Plakat im Schulalltag und Unterricht wirkungsvoll einzusetzen 

Zum Plakat & Begleitheft: https://www.boje-mv.de/angebote/plakat-schule-klischeefrei-gestalten 

 

Diese und viele weitere Materialien vom Projekt Gender@School gibt es auf:
www.boje-mv.de/anbieter/gender-at-school! Schau vorbei und gestalte mit uns gemeinsam eine klischeefreie Berufliche Orientierung. FĂŒr mehr Vielfalt, Gleichberechtigung und Toleranz im Unterricht! 

Rezertifizierung QVB Stufe B - fĂŒr euch und fĂŒr uns

Wir sind wieder fĂŒr 3 weitere Jahre rezertifiziert nach dem QVB-Rahmenmodell (QualitĂ€tsentwicklung im Verbund von Bildungseinrichtungen) Stufe B. Warum uns das eine eigene Meldung unter “News” wert ist? Weil es fĂŒr uns mehr ist, als das ErfĂŒllen formaler Anforderungen zur Förderung unserer Einrichtung. Es ist vor allem auch ein Versprechen nach innen wie nach außen. Wir verstehen QualitĂ€tsmanagement als Querschnittsaufgabe und als Orientierungsrahmen in schwierigen Zeiten. Wir halten fest, an welchen gemeinsamen Aufgaben wir arbeiten und uns weiter entwickeln wollen. Wir verstehen uns dabei als lernende Einrichtung, die sich selbst permanent hinterfragt. Wir möchten schnell und bedarfsgerecht darauf reagieren, welche Themen Menschen bewegen und dabei gleichzeitig verbindliche Standards einhalten, die ein sicheres Lernumfeld schaffen, von dem alle profitieren und in dem sich alle wohl fĂŒhlen und voneinander lernen können. Auch fĂŒr unsere eigene Struktur, in Zeiten, in denen es fĂŒr NGOs wie uns nicht einfach ist, den Kopf ĂŒber Wasser zu halten, ist eine kontinuierliche QualitĂ€tsentwicklung unerlĂ€sslich. Wir wĂŒnschen uns sehr, dass Menschen sich bewusst FÜR uns als Arbeitgeber und FÜR unsere Angebote entscheiden. Daher werden wir fĂŒr euch und uns in den kommenden Monaten auch noch einmal unser Leitbild ĂŒberarbeiten und es euch an dieser Stelle anschließend zur VerfĂŒgung stellen.

Partizipation und Teilhabe

Trilaterale Jugendbegegnung (Frankreich, Deutschland, Griechenland) in Lille

Vom 28. Juli-3. August 2025 setzten sich junge Menschen aus M-V, aus Griechenland und Frankreich mit zivilgesellschaftlichem Engagement, Interessen und Interessensformulierung auseinander. „Meine ideale Stadt“ – Wie stelle ich sie mir vor? Was macht sie aus? Das waren die Ausgangsfragen des Seminars, in dessen Fokus eine Woche lang die (politischen) Erfordernisse und Möglichkeiten der Jugendpartizipation standen. Dabei ging es ebenso um Wissen zu Beteiligungsprozessen im kommunalen, nationalen wie europĂ€ischen Kontext, wie um VerfahrensablĂ€ufe und notwendigen Planungsschritte. DarĂŒber hinaus konnten sich die jungen Menschen aus den drei LĂ€ndern durch entsprechende Methoden und Übungen mit machtkritischen Perspektiven auseinandersetzen sowie ein GespĂŒr fĂŒr Beteiligungshemmnisse und strukturelle Benachteiligungen bekommen.

Gefördert durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und ERASMUS+

Gedenken und Erinnern

Projekttage/Seminare (Jugendbegegnungs- und BildungsstĂ€tte Golm, Kamminke sowie SwinemĂŒnde)

Vom 30. Juni - 2. Juli 2025 trafen sich junge Menschen aus M-V zu einem Seminar zu den Themen Erinnerungskultur und Förderung des Demokratiebewusstseins Dabei ging es konkret um die Auseinandersetzung mit unserer Geschichte am Beispiel deutsch-polnischer KriegsgrÀber bzw. um die Sichtbarmachung der sich dahinter verbergenden Biografien. Vertieft behandelt wurde zudem das Thema Jugend im Nationalsozialismus, ergÀnzt durch einen moderierten Austausch zu aktuellen Herausforderungen junger Menschen.

Gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP)

Gesellschaftliche Transformation und Gerechtigkeit

Projekttage/Seminare Schloß Bröllin, Fahrenwalde

Im Rahmen dieser Veranstaltung, die vom 12.-15. Juni 2025 stattfand, setzten sich junge Menschen interaktiv und reflexiv mit dem Umgang mit Wut und Ängsten auseinander: Was macht mich wĂŒtend? Was sind meine Ängste – meinen ganz persönlichen Lebensalltag betreffend? Welche Bedingungen brauche ich, um meine Wut und Ängste in Ausbildung, Familie, Peergroup zu artikulieren und zu ĂŒberwinden? Wo brauche ich UnterstĂŒtzung? Was gibt mir Sicherheit? Was habe ich mit Politik und was hat Politik mit mir zu tun? Zum VerstĂ€ndnis wurden politisch-historische Prozesse herangezogen, um Gegenwart und Vergangenheit besser zu verstehen. Aktuelle gesellschaftliche Transformationen (sozial-ökologisch, digital) wurden ebenfalls im Rahmen der Begegnung thematisiert und in Form von kurzen selbst erstellten Videos bearbeitet.

Gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP)

Leben und Arbeiten in Europa und der Welt

Gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten des gesellschaftspolitischen Engagements

Vom 17.-24.Mai 2025 trafen sich junge Menschen aus M-V und Frankreich (Montpellier) in Rostock. Bei diesem Austausch handelte es sich um eine Jugendbegegnung zwischen Auszubildenden im Beruf Conseiller en Economie Sociale & Familiale des Institut RĂ©gional du Travail Social (IRTS) und den SchĂŒler*innen im Beruf der Erzieher*innen der Alexander Schmorell Schule aus der Hansestadt. Mittels VortrĂ€gen und Besuchen von Bildungseinrichtungen in Rostock sowie angeleiteten Reflexionsphasen wurde ein vertiefender Einblick in die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland durch den unmittelbaren Vergleich mit den französischen arbeitsmarktpolitischen VerhĂ€ltnissen gewonnen. Junge Menschen am Übergang in das Berufsleben sollen so in die Lage versetzt werden, Geschichte, Kultur, Berufsbilder und Alltagsleben besser nachvollziehen zu können. Sie erhalten durch die lĂ€nderĂŒbergreifende Vergleichsperspektive neue Erkenntnisse z.B. ĂŒber die politische Stellung verschiedener Berufsgruppen sowie die aktuellen Herausforderungen, mit denen diese im jeweiligen Nachbarland konfrontiert sind. Die Begegnung beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Diskussionen im Gastland zu Themen wie [Jugend]arbeitslosigkeit, Jugendbeteiligung und Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements.

Gefördert durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)

RĂŒckblick auf den Fachtag „Klischeefreie Berufliche Orientierung in MV“

Am 24. April 2025 fand im beeindruckenden Schweriner Schloss der Fachtag „Klischeefreie Berufliche Orientierung in Mecklenburg-Vorpommern“ statt. Mit dieser Veranstaltung setzte unser Projekt Gender@School ein klares Zeichen fĂŒr mehr Gleichberechtigung zwischen MĂ€nnern und Frauen in der Arbeitswelt. 

Der Tag begann mit inspirierenden Grußworten von LandtagsprĂ€sidentin Birgit Hesse, Ministerin Jacqueline Bernhardt und StaatssekretĂ€r Tom Michael Scheidung, die die Bedeutung einer klischeefreien Beruflichen Orientierung hervorhoben.

Ein echtes Highlight war der Fachvortrag von Christoph Kröger von der Initiative Klischeefrei. Er brachte es auf den Punkt: Oft reproduzieren wir unbewusst gĂ€ngige Klischees, und es liegt an uns, das Bewusstsein dafĂŒr zu schĂ€rfen. Nur so können wir traditionelles Rollendenken langfristig verĂ€ndern und aufbrechen. 

Das anschließende Panel mit Laura Pooth (DGB Nord), Lars Schwarz (VU) und Andreas Petters (Ministerium fĂŒr Bildung und Kindertagesförderung) sorgte fĂŒr anregende Diskussionen. Besonders motivierend war der Hinweis, dass Projekte wie Gender@School weiter gefördert werden mĂŒssen, um wirksame VerĂ€nderungen herbeizufĂŒhren.

Der Fachtag bot außerdem zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken. An den InfostĂ€nden konnten die Teilnehmenden interessante GesprĂ€che fĂŒhren und Mitmach-Angebote nutzen. In unseren Workshops fĂŒr LehrkrĂ€fte und Unternehmensakteur:innen wurden wertvolle Ideen und praxisnahe AnsĂ€tze zu klischeefreiem Unterricht sowie zu einer fairen und positiven Unternehmenskultur ausgetauscht. SpĂ€testens hier haben wir gesehen, wie wichtig es ist, sowohl Bildungseinrichtungen als auch Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen, um eine gerechtere Zukunft zu gestalten.

Insgesamt war der Fachtag ein riesiger Erfolg! Die Stimmung war hervorragend und der Austausch zwischen den Teilnehmenden war inspirierend und bereichernd. Es war fantastisch, so viele Gleichgesinnte zu treffen, die sich ebenfalls fĂŒr Gleichberechtigung und eine klischeefreie Berufliche Orientierung engagieren.

Lasst uns weiterhin gemeinsam fĂŒr mehr Gleichberechtigung und eine klischeefreie Berufliche Orientierung kĂ€mpfen! đŸ’Ș🌈

Geschichte und aktuelle politische Herausforderungen in MĂĄlaga, Andalusien

Andalusien steht derzeit vor einer Reihe von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Die Folgen der Finanzkrise und der Covid 19-Pandemie sind nach wie vor nicht ĂŒberwunden. Die Wirtschaft wird vom (Massen-)Tourismus und der Bauwirtschaft nicht nur geprĂ€gt, sondern ist von ihr abhĂ€ngig. Beide Bereiche haben sehr unter den Folgen der Krise gelitten und sich davon noch nicht erholt. Die Bildungsreise, die Teilnehmende vom 23.-29. MĂ€rz 2025 nach MĂĄlaga und in die nĂ€here Umgebung fĂŒhrte, hinterließ einen bleibenden Eindruck einer Region im Umbruch, mit ambivalenten Entwicklungen und immensen Herausforderungen, aber auch mit einer besonderen Aufbruchstimmung in der Bevölkerung.
Andalusien leidet besonders stark unter dem Klimawandel, so hat bspw. die Folge von DĂŒrren dazu gefĂŒhrt, dass im Januar 2024 das 4. DĂŒrre-Dekret erlassen wurde. Bevölkerung und Unternehmen wurden aufgerufen Wasser zu sparen, weil die Versorgung mit Trinkwasser kritisch ist. FĂŒr die Landwirtschaft und den Tourismus gab es Ausnahmen. Der Wasserverbrauch in der regenarmen Region um Almeria herum, wo unter anderem Tomaten fĂŒr den gesamten europĂ€ischen Markt angebaut werden, erzeugt somit weitreichende Probleme fĂŒr die Bewohner*innen der Region. Gleichzeitig ist der GemĂŒseanbau eine zentrale Einkommensquelle. Ähnlich ambivalent verhĂ€lt es sich in Bezug auf den Massentourismus. Protestgeschehen, Plakate und Aufschriften waren allgegenwĂ€rtig.
Neben den aktuellen Herausforderungen haben uns auch die Geschichte und der Umgang mit Erinnerungskultur wĂ€hrend der Bildungsreise beschĂ€ftigt. Die Geschichte der Region, das arabische Erbe, der spanische BĂŒrgerkrieg und der Franquismus prĂ€gen die heutige Gesellschaft und Politik. Die von sozialen Bewegungen getragene Aufarbeitung, deren Ansatz fĂŒr eine Erinnerungskultur zum Franquismus, ist ein Leuchtturm in Spanien und durchaus auch darĂŒber hinaus. Insbesondere Frauen, deren MĂ€nner Opfer unter Franco waren, haben sich ihre Erinnerung zurĂŒckgeholt. Die Erinnerungsbewegung in Andalusien ist vor allem deshalb so stark, weil Andalusien unter Franco einer immensen Repressionspolitik ausgesetzt war, eine Vielzahl von MassengrĂ€bern in der Region belegen dies.
Ähnlich wie bei uns ist auch die spanische Gesellschaft derzeit tief gespalten. Dies hat derzeit vor allem massiven Einfluss auf Gleichstellungspolitik(en), auf Minderheitenrechte, Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Die Rolle von Gewerkschaften vor Ort wurde am Beispiel der andalusischen Arbeitergewerkschaft SAT (Sindicato Andaluz de Trajabadores) diskutiert. SAT hat sich dem zivilen Ungehorsam verschrieben und kĂ€mpft mit kreativen Mitteln, z.B. auf den Großplantagen bzw. dem "Plastikmeer von Almeria", fĂŒr die Rechte von Menschen im Niedriglohnsektor in der Landwirtschaft. Zu all diesen Themen gab es zahlreiche VortrĂ€ge, Exkursionen und nicht zuletzt erkenntnisreiche Debatten und Diskussionen vor Ort.


Gemeinsam stark fĂŒr die Demokratie – gestern, heute und morgen! 

Positionspapier: Arbeit und Leben -- Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) -- Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV)

Seit ihrer GrĂŒndung setzen sich die Arbeit und Leben Organisationen, DGB und Volkshochschulen fĂŒr die aktive Gestaltung der Demokratie durch politische Bildung ein – denn: Demokratie braucht zwingend Demokrat*innen und ein demokratisches, gesellschaftliches Fundament. Den eigenen Beitrag fĂŒr die Gestaltung des Gemeinwesens zu erkennen und zu nutzen, setzt Kompetenzen und Selbstwirksamkeitserfahrungen voraus.

Uns ist eine offene und vielfĂ€ltige Gesellschaft ein Anliegen, in der alle Menschen die gleichen Chancen auf Teilhabe an Demokratie und Gesellschaft haben. Bildung generell ist der SchlĂŒssel fĂŒr soziale Teilhabe und sozialen Aufstieg.

"Gemeinsam stark fĂŒr die Demokratie" als PDF herunterladen.